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Neuropathie - schmerzende Nerven, nervende Schmerzen

 

Frau mit Neuropathie

© chajamp AdobeStock 133670989

Millionen Menschen in Deutschland leiden an Neuropathie, einer Nervenerkrankung, die verschiedene Bereiche und Funktionen des Körpers beeinträchtigt. Es handelt sich um eine Erkrankung, die viele verschiedene Ursachen haben kann. Unkontrollierte Neuropathie kann die Fähigkeit Betroffener beeinträchtigen, ein aktives, ausgeglichenes Leben zu führen. Viele Behandlungen können jedoch Nervenschäden vollständig rückgängig machen oder Menschen mit Neuropathie helfen, ihre Symptome zu kontrollieren. Die Diagnose und Behandlung von Neuropathie ist wichtig, um ein Fortschreiten der Nervenschädigung zu verhindern. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Was ist eine Neuropathie?

Von Neuropathie spricht man, wenn eine Nervenschädigung zu Schmerzen, Schwäche, Taubheit oder Kribbeln in einem oder mehreren Körperteilen führt. Die Nervenschädigung kann durch

  • Krankheit, 
  • Infektion, 
  • Verletzungen,
  • Medikamente,
  • langfristigen Alkoholmissbrauch oder

einen anderen Grund verursacht werden. Manchmal wird auch keine Ursache gefunden. Neuropathien werden gewöhnlich nach dem betroffenen Körperteil, der Ursache der Nervenschädigung oder der Anzahl der betroffenen Nerven benannt.

Die verschiedenen Arten von Neuropathie

Autonome Neuropathie tritt auf, wenn die Nerven geschädigt sind, welche die automatischen Funktionen des Körpers steuern. Dies schließt Funktionen wie Verdauung, Blutdruck und Blasenfunktion ein. Eine diabetische Neuropathie wird durch eine Störung des Blutzuckerhaushalts verursacht. Am häufigsten sind die Nerven der Hände und Füße betroffen. Sie kann auch die Nerven betreffen, welche die automatischen Funktionen des Körpers steuern. Gelegentlich sind auch die Nerven in den Hüften und Oberschenkeln betroffen. Eine periphere Neuropathie betrifft die Nerven in den äußeren Teilen des Körpers wie Füße, Beine, Hände und Arme. Die fokale oder Mononeuropathie betrifft nur einen Nerv. Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom und die Bellsche Lähmung. Die Polyneuropathie betrifft mehrere Nerven. Die meisten Menschen mit Neuropathie haben eine Polyneuropathie. Um das Thema Neuropathie besser zu verstehen, hilft ein genauer Blick auf den Aufbau des menschlichen Nerversystems.

Wie das Nervensystem funktioniert

Um zu verstehen, wie Neuropathie im Körper wirkt, ist es wichtig zu wissen, dass das Nervensystem in zwei Teile unterteilt ist:

  1. Das zentrale Nervensystem für das Gehirn und das Rückenmark.
  2. Das periphere Nervensystem, das Nachrichten zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Rest des Körpers überträgt.

Das periphere Nervensystem wiederum ist unterteilt in ein willkürliches - oder somatisches - Nervensystem, das alle Funktionen steuert, die wir bewusst wahrnehmen und kontrollieren können, wie zum Beispiel das Bewegen der Gliedmaßen. Das autonome Nervensystem reguliert dagegen Prozesse, die wir nicht bewusst steuern können, wie Herzschlag, Atmung und Verdauung. Eine Schädigung oder Störung sowohl der willkürlichen als auch der unwillkürlichen peripheren Nerven kann an einer Neuropathie beteiligt sein. Es können sensorische und motorische Nerven betroffen sein.

Diese Symptome gehen mit einer Neuropathie einher

Die Symptome der peripheren und der fokalen Neuropathie können Parästhesien oder Empfindungsstörungen und Schwäche umfassen. Oft sind die Empfindungsstörungen die ersten spürbaren Symptome. Die Symptome können kommen und gehen, doch ohne Behandlung werden sie im Laufe der Zeit weiter fortschreiten. Die autonome Neuropathie verursacht verschiedene Symptome, darunter

  • Durchfall,
  • Verstopfung,
  • Harninkontinenz,
  • Schwindel,
  • Hitzewallungen

und vieles mehr. Bei einigen Neuropathien ist keine Besserung zu erwarten. Die diabetische Neuropathie und die alkoholische Neuropathie zum Beispiel können sich im Rahmen einer Behandlung stabilisieren. Eine Heilung der Schäden ist jedoch nicht zu erwarten. Die fokale Neuropathie kann sich mit der Behandlung verbessern und die Symptome oft vollständig beseitigen.

Was sind die Ursachen der Neuropathie?

Eine Vielzahl von Faktoren und Grunderkrankungen kann diesen Zustand verursachen. In seltenen Fällen ist eine periphere Neuropathie genetisch bedingt, die meisten Fälle sind jedoch erworben. Eine erworbene periphere Neuropathie ist oft idiopathisch. Ärzte wissen also oftmals nicht genau, warum sie auftritt. Ärzte können den Zustand mit einer oder mehreren Ursachen in Verbindung bringen.

Krankheiten

Nervenschäden, die durch Diabetes verursacht werden, sind eine der häufigsten Formen der Neuropathie. Dies führt zu Taubheit, Schmerzen und Gefühlsverlust in den Extremitäten. Bestimmte Viren und Bakterien greifen das Nervengewebe direkt an. Andere chronische Krankheiten, die Nervenschäden verursachen können, sind unter anderem Autoimmunkrankheiten wie Lupus oder rheumatoide Arthritis, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie Gefäß- und Blutkrankheiten.

Verletzungen

Physische Traumata sind eine häufige Ursache für Nervenverletzungen. Dazu können Autounfälle, Stürze oder Knochenbrüche gehören. Auch Inaktivität oder zu langes Verharren in einer Position kann zu Neuropathie führen. Erhöhter Druck auf den Medianusnerv, einen Nerv im Handgelenk, der die Hand mit Gefühl und Bewegung versorgt, verursacht das Karpaltunnelsyndrom. Dies ist eine häufige Form der peripheren Neuropathie.

Alkohol und Toxine

Alkohol kann eine toxische Wirkung auf das Nervengewebe haben, so dass Menschen mit exzessivem Alkoholkonsum ein höheres Risiko für eine periphere Neuropathie haben. Die Exposition gegenüber giftigen Chemikalien wie Klebstoff, Lösungsmitteln oder Insektiziden, entweder durch Chemikalienmissbrauch oder am Arbeitsplatz, kann ebenfalls zu Nervenschäden führen. Darüber hinaus kann auch die Exposition gegenüber Schwermetallen wie Blei und Quecksilber zu dieser Erkrankung führen.

Medikamente

Bestimmte Medikamente können ebenfalls zu Nervenschäden führen. Dazu gehören:

  • Antikonvulsiva, die zur Behandlung von Krampfanfällen eingenommen werden,
  • Medikamente zur Bekämpfung bakterieller Infektionen,
  • einige Blutdruckmedikamente,
  • Medikamente zur Behandlung von Krebs.

Je früher die Behandlung, desto besser die Aussichten

Neuropathie ist eine Schädigung oder Funktionsstörung eines Nervs. Dieser Zustand kann jeden Nerv im Körper betreffen, und die Art der Nerven und das Muster der Beteiligung hängen von der Ursache ab. Wenn bei Ihnen eine Neuropathie diagnostiziert wurde, kann das besorgniserregend sein. Es ist wichtig, dass Sie die richtige Behandlung für Ihren Zustand erhalten. Es kann Wochen oder Monate dauern, bis Sie die Auswirkungen der Behandlung bemerken, doch lassen Sie sich nicht entmutigen! Einige Neuropathien können sich vollständig zurückbilden, und diejenigen, die nicht rückgängig gemacht werden können, lassen sich oft so behandeln, dass ein Fortschreiten verhindert wird.

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